In der katholischen Theologie existieren vier Glaubensdogmen zur Person der Heiligen Maria:
- Immerwährende Jungfräulichkeit (seit dem 4. Jahrhundert)
- Gottesmutterschaft (431 in Ephesus)
- Unbefleckte Empfängnis (immaculata conceptio, 1854 in Rom)
- Mariä Aufnahme in den Himmel (assumpta, 1950 in Rom)

Die beiden letzten Dogmen gelten nur in der Katholischen Kirche.

Geschichte und Ursprung
Der Name Maria leitet sich von der griechisch-lateinischen Form des hebräischen Vor-namens Miriam ab. In der Hebräischen Bibel kommt dieser Name häufiger vor.
Im griechischen Urtext des Neuen Testaments heißt Jesu Mutter meist Mariam, Im Islam ist Maria als Maryam bekannt.
Die Quellen für das Leben von Maria sind nicht nur die biblischen, sondern vor allem die apokryphen Evangelien, insbesondere das des Jakobus.
Das Bild, das sie von Jesu Mutter zeichnen, ist jedoch nicht als Biografie anzusehen, sondern von der Absicht der Verkündigung Jesu Christi geprägt.
Im Neuen Testament finden sich vor allem im ersten Kapitel des Lukasevangeliums Angaben über das Mitwirken Marias in der Heilsgeschichte des Volkes Israel. Dort wird sie als jung verlobte Frau geschildert.
Sie wird von einem Engel Gottes besucht (Lk 1,28). Dieser begrüßt sie als Begnadete und kündigt ihr an, dass sie, ohne zuvor mit ihrem Verlobten Josef zusammenzukommen, den von Israel erwarteten Messias und Gottessohn zur Welt bringen wird. Im Magnificat stellt sie mit eigenen Worten das Geschehen dar.
Marias Demut und Furcht, ihr Glaube sowie ihre vertrauensvolle Zustimmung, mit der sie sich in Gottes Plan fügt, sind das Grundmotiv der späteren Verehrung, die durch Elisabeth (Lk 1,42) und von Maria selbst (Lk 1,48) bereits angedeutet wird
.
Bei der Darstellung im Tempel kündigt Simeon ihr das Leiden um und mit ihrem Sohn an (Lk 2,35). Die Leiden Mariens vollenden sich angesichts seiner Kreuzigung (als deren Zeugin sie das Johannesevangelium ausdrücklich nennt). Zum letzten Mal wird Maria in der Apostelgeschichte erwähnt als eine der Frauen, die mit den Jüngern betend auf die Sendung des heiligen Geistes wartet (Apg 1,14).

Marienfeiertage (unbewegliche Feiertage):
1. Januar: Mutterschaft Mariens; Hochfest der Gottesmutter Maria
2. Juli: Mariä Heimsuchung
15. August: Hochfest Mariä Himmelfahrt
22. August: Maria Königin
8. September: Mariä Geburt
12. September: Mariä Namen
15. September (d. h. Tag nach Kreuzerhöhung): Gedächtnis der Schmerzen Mariens
8. Dezember: Mariä Empfängnis; Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Bewglicher Feiertag:
Tag nach dem Herz-Jesu-Fest: Unbeflecktes Herz Maria

 

Die religiöse Bedeutung Marias ist einer der großen Unterschiede zwischen den Konfessionen. Ihre Wurzeln hat die Marienverehung zu Beginn des 5. Jahrhunderts.
Die katholische Kirche beruft sich bei ihrem Marienbild weniger auf biblische Aussagen als auf das „Zeugnis des Heiligen Geistes (= Traditionen und Überlieferung der Kirche). Die Rolle Marias im Heilsgeschehen wird in der katholischen Kirche von der Mariologie untersucht.
Wegen der Jungfräulichen Geburt Jesu wird Sie in der katholischen Kirche auch oft "die heilige Jungfrau" genannt. Oft wird sie auch "Gottes Mutter" oder auch "Unsere liebe Frau" genannt.